Bekannterweise erhalten zukünftige Sicherheitsmitarbeiter vorrangig mit einer gewerberechtliche geforderten 40stündigen Unterrichtung oder der Absolvierung der IHK-Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, die überhaupt keine lehrgangsmäßige Vorbereitung fordert, eine äußerst defizitäre Grundlage für den Schutz von Leben, Gesundheit und Sachwerten. Das betrifft sowohl den Umfang, noch mehr aber den Inhalt ohne jede Stunde oder Frage zur Dienstkunde, den Grundlagen der Bewachungstätigkeit. Für die Bewachung von Flüchtlingsunterkünften fehlt darüber hinaus die spezifische Qualifizierung nicht nur in interkultureller Kompetenz, sondern auch im Brandschutz, der Ersten Hilfe und weitere zielgruppenspezifische Themen.

Insoweit war die auch vom Berliner Senat verkündete Absicht, für diese spezielle Beachungstätigkeit eine zusätzliche Qualifizierung zu fordern und auch zu fördern, notwendig und löblich. Dabei ist es aber wohl auch geblieben, es ist ja längere Zeit kein Problem in die Presse gelangt. → → →

Angebote aus den vom BDSW zertifizierten Sicherheitsfachschulen wurden genug unterbreitet, auch gelobt und dabei blieb es. Nun stellt sich heraus, dass Bildungsträger ohne fachliche Verbindung zu diesen Thematiken Seminare zum Umgang mit Flüchtlingen anbieten. Darunter ist auch eine IHK-Projektgesellschaft. Das ist nicht die regionale IHK, sondern eine von einer IHK gegründete GmbH mit kostenpflichtigen Bildungsangeboten, die oftmals im Wettbewerb zu den Angeboten von IHK-Mitgliedern stehen, was ja wohl nicht sein sollte. In 2tägigen Seminaren wird nun interkulturelle Kompetenz vermittelt oder das, was man darunter versteht. Dazu zählt die Ursache und Entstehung von Konflikten oder Grundlagen deeskalierenden Handelns, alles schön theoretisch und wichtig ist natürlich eine Bescheinigung. Leider scheint das den politisch Verantwortlichen zu genügen. Die 2016 nach einigen Vorkommnissen geforderten fachspezifischen Qualifizierungen mit Ausrichtung auf die Bewachungstätigkeit sind vom Tisch. Formal reicht wieder mal - bis zum nächsten Ereignis!

Da die angekündigte deutschlandweit inhaltlich abgestimmte Qualifizierung für Sicherheitspersonal in Flüchtlingsunterkünften wohl nicht mehr verfolgt wird, wird ROTEIV®-Bildungszentrum Berlin die bereits Ende 2016 national zur Verfügung gestellten Programme selbst umsetzen und Trainingsseminare modular mit bis zu 40 Stunden Umfang zeitnah anbieten.      

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